1953 bis 1988 - Rüstzeiten, Posaunenchor, Gemeinschaftsleiter

Den Grundstein für mein geistliches Leben legte meine Großmutter, mütterlicherseits. Schon vor meiner Schulzeit fuhr ich mit meinem Fahrrad vom Fischerwinkel in Oberseiffenbach über die Buchen nach Deutscheinsiedel zu meinen Großeltern Kurt und Erna Bauer. Ich übernachtete auch oft bei ihnen.
Mein Großvater fuhr Omnibus für den Kraftverkehr die Freiberger Linie, wo ich auch oft mitgefahren bin. Meine Großmutter häkelte gern Deckchen und half später u.a. meiner Mutter bei der Heimarbeit.

Bei jeder Gelegenheit spielten sie Zither und Gitarre. Viele Heimatlieder aus Klingenthal, Schwartenberglieder von ihrer jetzigen Heimat, aber auch von Anton Günther u.a. hörten wir und sangen mit.
Meine Großmutter war sehr gläubig, sie erzählte mir viel von Jesus und sagte auch in ihren ganz normalen Gesprächen oftmals: „Gott sei tausendmal Dank“. Ich prägte mir alles ein, es waren immer besondere Momente.

Dann traten sie aus der evangel. Kirche aus und besuchten die Freie Gemeinde in Oberneuschönberg, wo ich auch einmal dabei war.
Doch der Druck durch ihrer jüngeren Tochter, sie war jetzt mit einem Flath von Seiffen verheiratet, schob meine Großeltern wieder in die Kirche hinein.

Doch ihre wundervollen geistlichen Lieder, wie z.B. „Nimm du mich ganz hin, oh Gottes Sohn“ oder „Ich hab einen herrlichen König“ prägten mich und setzte sich tief in mir hinein. Das war eine ganz entscheidende Zeit!

Viele Jahre später habe ich diese geistlichen Lieder in anderen Quellen wiederfinden können. Sie bereichern heute unseren Gottesdienst. Noch heute sehe ich beim Spielen ihrer Lieder in Gedanken meine Großeltern und spüre den Heiligen Geist, was ich damals noch nicht wusste.

Das ist alles zu einem festen Fundament geworden.

Schon mit 10 Jahren, 1963, erlernte ich durch Volkmar F. in unserem Ortsteil Oberseiffenbach das Waldhornblasen. Im Jahre 1964 war ich bereits zum Bläsertreffen in Lübben mit Oskar Bosse dabei (siehe Foto) . Der Blonde ganz vorn in der Mitte, das bin ich.

Posaunenchor Seiffen 1964

Posaunenchor Oberseiffenbach zum Bläsertreffen in Lübben 1964 mit Oskar Bosse

Später zog unser Übungsleiter mit seiner Familie in den Harz und wurde Hausmeister in einem Heim und ich ging nach Seiffen zu diesem Posaunenchor. Hier wurde ich in die Bläsergemeinschaft von G. Flath mit hinein genommen und konnte bei Gottfried Heinrich, dem Kantor von Seiffen, auch im Chor in einem „Quartett“ bei der Advent- und Weihnachtsmusik mit meinem Waldhorn mein Bestes geben. Es machte mir großen Spaß auch gefordert zu werden.

Etwas Besonderes waren die Bläsertreffen mit den Lauchhammer Bläsern unter der Leitung von Manfred Herz. Wir fuhren anfangs aller zwei Jahre in Kolonne nach Lauchhammer, es war wie eine Weltreise. Sie kamen aller zwei Jahre zu uns. Wir übten oftmals sehr anspruchsvolle Choräle und Manfred war überzeugt, dass wir das musikalisch hinbekommen. Im Gottesdienst klappte alles gut und seine Predigt war immer eine große Wucht. Wenn Manfred zum Abschluss seiner Predigt Worte von Johann Jakob Schütz zitierte: „Gebt unsern Gott die Ehre“, wurde das Feuer in mir so richtig entfacht! So gewaltig war seine Verkündigung.

Gleichzeitig fand ich Kontakt zur Jungen Gemeinde. Sie war wie mein zweites Zuhause, hier konnte ich mich aktiv mit einbringen. Wir unternahmen fast jedes Wochenende irgend etwas, wobei die Gemeinschaft das Schönste war.

Wir spielten Tischtennis und sehr viel Volleyball, es machte uns allen viel Spaß. An manchem Wochenende fuhren wir mit unseren Motorrädern ins Freie oder zu anderen Jungen Gemeinden. Zum Beispiel waren wir einmal in Weißbach bei der Jungen Gemeinde und andere besuchten uns. Mit der Zschopauer Jugend haben wir das Freilichtmuseum von Seiffen besucht. Es waren immer schöne Zeiten und wir hatten eine gute Gemeinschaft.

So gut wie jedes Jahr fuhren wir zur Rüstzeit. Bei unserem Prediger Rudolf Mädler kam ich etwa 1970 zum Glauben. Ich habe mein Leben ganz unseren Herrn Jesus hingelegt.

Rüstzeit Rudolf Mädler

Zwei Bilder mit Rudolf Mädler zu meiner letzten Rüstzeit 1978

Rüstzeit Rudolf Mädler Gruppenbild

In der Zwischenzeit wohnten wir schon in Seiffen und wir Jugendlichen kamen einmal in der Woche zu einem Gebetskreis zusammen, den ich leiten durfte.

Es gab eine ganz besondere Begebenheit im Gemeinschaftshaus Pockau. Da die Landeskirchliche Gemeinschaft auch zum Pockauer Bezirk gehört, fuhren wir, die Junge Gemeinde von Seiffen mit unseren Motorrädern 1973 zu dieser Gemeinde.

Junge Gemeinde Pockau 1973

Diese Begebenheit sehe ich noch ganz deutlich vor mir. Es berührte mich sehr tief.

Ich stand im Gemeindesaal ganz hinten und sah vom mittleren Gang aus am anderen Ende die Bühne. Die Stühle im Saal waren fast alle besetzt, ich suchte nach einer Sitzgelegenheit. Es war gerade Pause, aber es war ganz ruhig.
Auf einmal sah ich, wie einzelne Gemeinschaftsleute hier und da in unterschiedlichen Zeiten aufstanden. Sie neigten ihr Haupt, falteten ihre Hände und beteten in Gedanken. Dann setzten sie sich wieder hin, machten ihre Brotbüchse oder auch andere Verpackungen auf und verzehrten ihre Schnitten.

So etwas habe ich bis dahin noch nicht erlebt. Ich hatte wirklich das Empfinden, dass das echt war!

Dann kam die Lehrzeit im MZ Zschopau und nach deren Beendigung und Verabschiedung von der dortigen Jungen Gemeinde hatte ich 1974 wieder eine größere Verbindung zur Jungen Gemeinde in Seiffen.

Jetzt wurde ich Sänger in unserer Kirchenband, es ging in die „zweite Generation“. Wir haben anspruchsvolle Lieder gespielt und so dargeboten, das der Text gut zu verstehen war. Und fast am Ende unserer Bandzeit begleitete ich unser Singen mit meiner Gitarre. Nach fünf Jahren vieler Auftritte in unserem Kirchenbezirk und Gemeinschaftssälen übernahmen jüngere Jugendliche unsere Bandanlage.

Kirchenband Seiffen 1975

Kirchenband 1975

Ich ging 1979 erst einmal zu den Bausoldaten nach Görlitz und Löbau.
Dazu gibt es noch einen Bericht und Bilder (siehe Link "Bausoldat").

Im Jahre 1981 heiratete ich Kathrina Hübsch aus dem Seiffener Grund. Da ich meine Garage dort baute und dies der Schulweg meiner zukünftigen Frau war, lernten wir uns schon 1976 dort kennen.

Seiffener Grund Garage Bau

Garage im Seiffener Grund auf einem gepachteten Grundstück 1975

Wir kauften vor der Hochzeit ein Haus mit Anwesen in Oberseiffenbach, fast in der Nähe, wo ich meine Kinder- und Jugendzeit verbrachte.

Da ich in der Landeskirchlichen Gemeinschaft „groß“ geworden war und mich dort sehr wohl fühlte, suchte ich diese Gemeinschaft auf. Die Stunden waren bei der Familie Reichmann, etwa 100m von uns gegenüber. Dort ging ich sehr gern hin, Franz unser Gemeinschaftsleiter, war mir ein lieber Bruder. Nach seinem Tod wurde ich zum Gemeinschaftsleiter berufen. Es war für mich etwas ganz besonderes, in einer großen Verantwortung dem Herrn zu dienen.

Mit der Zeit wurde Doris, unsere Gastgeberin, immer kränklicher. Wir überlegten uns, wie es für die Zukunft mit unseren Gemeinschaftsstunden weitergehen könnte.

Ich bot mit meiner Frau unsere Scheune zum Ausbau für ein Gemeinschaftshaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) den Verantwortlichen an. Sie waren einverstanden.          
Ich machte Zeichnungen für den Ausbau der Scheune, um diese massiv auf das vorhandene Kellergeschoss zu bauen. Dafür gab es eine Genehmigung.

Es wurde jedoch nach den Plänen des Baumeisters von Seiffen gebaut, der bis zur Fertigstellung einen sehr großen Anteil am Bauen hatte.
Für abweichende Ausführungen, wie z.B. die länglich verbleiten Glasfenster, zahlten wir nach der Bauabnahme eine kleine Geldbuße.

In dieser Zeit war ich Bauverantwortlicher, schrieb alles auf und bezahlte die Rechnungen von den erhaltenen Spenden. Ich war auch organisatorisch unterwegs.

Im Jahre 1988 war die Einweihung und für uns Grundstücksbesitzer gab es einen Nutzungsvertrag.

Einweihung Gemeinschaftshaus Oberseiffenbach

Jetzt gab ich meine Bläserzeit nach reichlich 25 Jahren auf und konnte mich ganz auf unser neues Gemeinschaftshaus und den Veranstaltungen konzentrieren.

Als Gemeinschaftsleiter war ich außerdem verantwortlich für das Gebäude, war Kassierer, Heizer, Schneeräumer und leitete die Mittlere Generation.
Die Veranstaltungen waren: Gemeinschaftsstunden, Gottesdienste, Bibelstunden, Konfirmandenunterricht, Christenlehre, Mutter Baby Treff und Mittlere Generation.

Wir waren etwa 20 treue Oberseiffenbacher.

Das sieht wirklich nach einer Bilderbuch Karriere aus!


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