1953 bis 1988 - Rüstzeiten, Posaunenchor, Gemeinschaftsleiter

Mit 10 Jahren, 1963, erlernte ich durch Volkmar F. in unserem Ortsteil Oberseiffenbach das Waldhornblasen. Im Jahre 1964 war ich bereits zum Bläsertreffen in Lübben mit Oskar Bosse dabei (siehe Foto) . Der Blonde ganz vorn in der Mitte, das bin ich. Später zog unser Übungsleiter mit seiner Familie in den Harz und wurde Hausmeister in einem Heim und ich ging nach Seiffen zu diesem Posaunenchor. Hier wurde ich in die Bläsergemeinschaft von Günter F. mit hinein genommen und konnte bei Gottfried Heinrich, dem Kantor von Seiffen, auch im Chor in einem „Quartett“ bei der Advent- und Weihnachtsmusik mit meinem Waldhorn mein Bestes geben. Es machte mir großen Spaß auch gefordert zu werden.Posaunenchor seiffen

Gleichzeitig fand ich Kontakt zur Jungen Gemeinde. Sie war wie mein zweites Zuhause, hier konnte ich mich aktiv mich mit einbringen. Wir unternahmen fast jedes Wochenende irgend etwas, wobei die Gemeinschaft das Schönste war.

Wir fuhren so gut wie jedes Jahr zur Rüstzeit. Bei unserem Prediger Rudolf Mädler kam ich zum Glauben. Ich habe mein Leben ganz unseren Herrn Jesus hingelegt.

In der Zwischenzeit wohnten wir schon in Seiffen und wir Jugendlichen kamen einmal in der Woche zu einem Gebetskreis zusammen, den ich leiten durfte.

Dann kam die Lehrzeit im MZ Zschopau und nach deren Beendigung und Verabschiedung von der dortigen Jungen Gemeinde hatte ich 1974 wieder eine größere Verbindung zur Jungen Gemeinde in Seiffen.

Jetzt wurde ich Sänger in unserer Kirchenband, es ging in die „zweite Generation“. Wir haben anspruchsvolle Lieder gespielt und so dargeboten, das der Text gut zu verstehen war. Und fast am Ende unserer Bandzeit begleitete ich unser Singen mit meiner Gitarre. Nach fünf Jahren vieler Auftritte in unserem Kirchenbezirk und Gemeinschaftssäalen übernahmen jüngere Jugendliche unsere Bandanlage.

Ich ging 1979 erst einmal zu den Bausoldaten nach Görlitz und Löbau.

Im Jahre 1981 heiratete ich Kathrina Hübsch aus dem Seiffener Grund. Da ich meine Garage dort baute, lernten wir uns schon 1976 dort kennen.

Wir kauften vor der Hochzeit ein Haus mit Anwesen in Oberseiffenbach, fast in der Nähe, wo ich meine Kinder- und Jugendzeit verbrachte.

Da ich in der Landeskirchlichen Gemeinschaft „groß“ geworden war und mich dort sehr wohl fühlte, suchte ich diese Gemeinschaft auf. Die Stunden waren bei der Familie Reichmann, etwa 100m von uns gegenüber. Dort ging ich sehr gern hin, Franz unser Gemeinschaftsleiter, war mir ein lieber Bruder. Nach seinem Tod wurde ich zum Gemeinschaftsleiter berufen. Es war für mich etwas ganz besonderes, in einer großen Verantwortung dem Herrn zu dienen.

Mit der Zeit wurde Doris, unsere Gastgeberin, immer kränklicher. Wir überlegten uns, wie es für die Zukunft mit unseren Gemeinschaftsstunden weitergehen könnte.

Ich bot mit meiner Frau unsere Scheune zum Ausbau für ein Gemeinschaftshaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) den Verantwortlichen an. Sie waren einverstanden.          
Ich machte Zeichnungen für den Ausbau der Scheune, um diese massiv auf das vorhandene Kellergeschoss zu bauen. Dafür gab es eine Genehmigung.

Es wurde jedoch nach den Plänen des Baumeisters von Seiffen gebaut, der bis zur Fertigstellung einen sehr großen Anteil am Bauen hatte.
Für abweichende Ausführungen, wie z.B. die länglich verbleiten Glasfenster, zahlten wir nach der Bauabnahme eine kleine Geldbuße.

In dieser Zeit war ich Bauverantwortlicher, schrieb alles auf und bezahlte die Rechnungen von den erhaltenen Spenden. Ich war auch organisatorisch unterwegs.

Im Jahre 1988 war die Einweihung und für uns Grundstücksbesitzer gab es einen Nutzungsvertrag.

Jetzt gab ich meine Bläserzeit nach reichlich 25 Jahren auf und konnte mich ganz auf unser neues Gemeinschaftshaus und den Veranstaltungen konzentrieren.

Als Gemeinschaftsleiter war ich außerdem verantwortlich für das Gebäude, war Kassierer, Heizer, Schneeräumer und leitete die Mittlere Generation.
Die Veranstaltungen waren: Gemeinschaftsstunden, Gottesdienste, Bibelstunden, Konfirmandenunterricht, Christenlehre, Mutter Baby Treff und Mittlere Generation.

Wir waren etwa 20 treue Oberseiffenbacher.

Das sieht wirklich nach einer Bilderbuch Karriere aus!